So arbeiten wir
Vier Beratungsphasen, ein methodischer Werkzeugkasten, transparente Abrechnung. Jeder Punkt ist im Erstgespräch verhandelbar — aber wir empfehlen das Vorgehen, mit dem wir am verlässlichsten zertifizierungsfähige Ergebnisse erreichen.
In vier Schritten zur Zertifizierung
Das bewährte Wasserfall-Vorgehen. Egal, ob ISO 9001, FSSC 22000 oder IATF 16949 — die Reihenfolge bleibt gleich. Die Tiefe passt sich an Standard, Branche und Reifegrad an. Wenn Sie schneller und iterativer zum Ergebnis kommen wollen, lesen Sie weiter unten zur agilen Variante (Lean-QA).
Analyse
GAP-Audit gegen den Zielstandard. Strukturierte Interviews, Prozess-Begehungen, Sichtung Dokumentation. Ergebnis: schriftliche GAP-Analyse mit priorisierten Findings und Aufwandsschätzung.
Konzept
Maßnahmenplan mit Verantwortlichkeiten und Zeitachse. Dokumentenstruktur, Rollenmodell, Audit-Plan. Sie wissen jederzeit, was bis wann zu tun ist — und mit welchem Aufwand.
Umsetzung
Begleitung im Tagesgeschäft. Schulungen für Führungskräfte und Schichten, Aufbau der Dokumentation gemeinsam mit den Fachbereichen, Prozess-Coaching am realen Beispiel.
Audit
Internes Audit, Vorbereitung Management Review, Begleitung beim Zertifizierungsaudit selbst. Nachbearbeitung etwaiger Findings bis zur Erteilung des Zertifikats.
QMS in Sprints — tragfähiges Fundament in 90 Tagen statt Aktenordner
Für KMU, Start-ups und Unternehmen mit mehreren Standards parallel arbeiten wir alternativ in 2-Wochen-Sprints nach unserem Lean-QA-Vorgehen. Statt ein vollständiges Konzept vor dem ersten Spatenstich zu schreiben, liefern wir vom ersten Sprint an auditfähige Bausteine — und bauen das System Inkrement für Inkrement bis zur Zertifizierungsreife.
Sprint 0 — Discovery
GAP-Audit, Standard-Backlog (Epics aus Norm-Kapiteln, Features aus Anforderungen, User Stories aus Auditfragen), Definition of Done. Ergebnis nach 1–2 Wochen: priorisierte Roadmap und Sprint-1-Backlog.
Sprints 1–6 — MVQ aufbauen
Minimum Viable QMS in 6 Sprints (12 Wochen): kontextbestimmende Prozesse, Risiken/Chancen, Lieferanten-, Korrektur- und Audit-Mechanik. Am Ende jedes Sprints: ein nachweisbar wirksamer Baustein.
Sprints 7–9 — Scale & Audit
Verbleibende Prozesse, Schulungen, internes Audit, Management Review. Zertifizierungs-Audit nach Sprint 9. Im Anschluss: optionaler Maintain-Retainer mit externem QMB-Anteil.
So sieht ein 2-Wochen-Sprint aus
Jeder Sprint hat dieselben vier Zeremonien — kurz, getaktet, ergebnisorientiert. Kein Selbstzweck-Scrum, sondern Beratungsleistung mit klarer Kadenz.
Sprint Planning
Tag 1 · 2 Stunden. Backlog priorisieren, User Stories für den Sprint auswählen, Definition of Done schärfen. Beratung und Fachbereich planen gemeinsam.
Daily Stand-up
Werktäglich · 15 Minuten. Drei Fragen: Was ist fertig? Was steht heute an? Welche Blocker? Asynchron möglich über Teams oder Jira.
Sprint Review
Tag 10 · 90 Minuten. Demo der fertigen User Stories gegen Definition of Done. Auditfähig oder nicht — keine Grauzone.
Retrospektive
Tag 10 · 60 Minuten. Was lief, was nicht, was ändern wir im nächsten Sprint? Kontinuierliche Verbesserung — vom Beratungsprozess selbst.
Wann klassisch, wann agil?
Beide Vorgehen führen zur Zertifizierung. Die Wahl hängt von Reifegrad, Standard und Tempo ab — nicht von Glaubensfragen.
Klassisch (Wasserfall)
- Re-Zertifizierung mit wenig Änderungen am System
- Regulatorisch enge Standards (z. B. Medizintechnik EN 13485) mit Pflicht zu vollständiger Vorab-Dokumentation
- Großkonzerne mit etablierten Stage-Gate-Prozessen und langer Planungs-Vorlaufzeit
- Kleine Werkstätten (≤ 10 MA), bei denen ein einzelner GAP-Plan und ein Audit-Zyklus reichen
Agil (Lean-QA)
- Erstzertifizierung in KMU mit 10–250 Mitarbeitenden
- Start-ups und Scale-ups mit hohem Veränderungs-Tempo
- Mehrere Standards parallel (z. B. ISO 9001 + FSSC 22000 + ISO 14001)
- Unternehmen, die Audit-Termine ohne Last-Minute-Eskalationen erreichen wollen
Mehr zum Lean-QA-Vorgehen
Auf der Pillar-Seite Lean-QA finden Sie die Methodik im Detail — Epics/Features/User Stories, die drei Pakete Start · Build · Maintain, und das Manifest dahinter.
Werkzeugkasten
Wir wählen Methoden so aus, dass sie der Frage gerecht werden — nicht der Mode. Diese hier setzen wir am häufigsten ein.
FMEA
Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse. Eingesetzt in Produkt-, Prozess- und System-FMEAs — insbesondere in Automotive (IATF) und Medizintechnik.
8D-Report
Systematische Reklamations-Bearbeitung in acht Disziplinen. Bei Major-Findings und Kundenreklamationen.
HACCP
Hazard Analysis and Critical Control Points. Kern der Lebensmittelsicherheit nach FSSC 22000, IFS und BRCGS.
TACCP / VACCP
Threat- und Vulnerability-Assessment für Food Defense und Food Fraud. Pflicht in modernen GFSI-Standards.
Prozess-Mapping
Strukturierte Visualisierung der Wertschöpfung — Grundlage für jedes belastbare QM-System.
Risikobewertung
Methodische Risikoanalysen für QM, ISMS und HSE. Strukturierte Methoden statt Bauchgefühl.
ISO 19011
Audit-Methodik — von der Auditplanung bis zur Bericht-Erstellung. Grundlage interner Audits.
APQP / PPAP
Produktentstehung und Bemusterung im Automotive-Umfeld. Eng verzahnt mit IATF-16949-Anforderungen.
Wirksamkeits-Prüfung
Nicht „Maßnahme abgeschlossen“ — sondern „Wirkung nachgewiesen“. Methodisch konsequent durchgesetzt.
Mit welchen Systemen wir arbeiten
Wir bringen Methodik mit, aber wir arbeiten in Ihrer Welt. Wenn Sie SAP nutzen, sprechen wir SAP. Wenn Sie ein dediziertes QM-Tool haben, lernen wir es.
SAP / S/4HANA
QM-Modul, Materialwirtschaft, Produktion. Schnittstellen zu MES und Qualitätsdaten.
MES-Systeme
SAP DMC, Werum PAS-X, Critical Manufacturing, mittelstandstaugliche Lösungen. Anbieter-unabhängige Auswahl.
Jira / Confluence
Maßnahmen-Tracking, Wissensmanagement, Audit-Dokumentation — wenn Sie ohnehin Atlassian nutzen.
DMS / QMH-Software
Roxtra, ConSense, ISO Aspekt, Microsoft SharePoint — wir nutzen Ihr System statt eigenes mitzubringen.
Microsoft 365
SharePoint als DMS, Teams für Kollaboration, Lists und Power Automate für leichtgewichtige Workflows.
Audit-Software
Erfahrung mit verschiedenen spezialisierten Tools — wir setzen sie nur ein, wenn Sie das wollen.
Wie wir abrechnen
Transparente Modelle, klare Angebote, keine versteckten Pauschalen.
Tagessatz
Für klar umrissene Einsätze: Mock-Audits, Auditbegleitung, einzelne Workshops. Sie bekommen vorab eine Schätzung; abgerechnet wird, was tatsächlich geleistet wurde.
Festpreis
Für klar abgegrenzte Projekte — typisch GAP-Analysen, Erstzertifizierungs-Pakete. Festes Budget, dokumentierter Scope, keine Überraschungen.
Retainer
Für laufende Unterstützung: monatliches Kontingent, planbare Verfügbarkeit, kürzeste Reaktionszeiten. Sinnvoll ab dem zweiten Beratungsjahr oder im Re-Zertifizierungs-Zyklus.
Auf Wunsch erhalten Sie nach dem Erstgespräch ein indikatives Angebot, vor jedem Schritt eine schriftliche Auftragsbestätigung.
Sprechen wir über Ihr Vorhaben
30 Minuten kostenfreies Erstgespräch — danach wissen Sie, ob wir der richtige Partner sind.